Presseberichte CSN** 2016

Presseberichte CSN** Summer-Meeting Hachenburg 2016 ...

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Rhein Zeitung | NR. 202 . DIENSTAG, 30. AUGUST 2016

Röhrig und Kisselbach teilen sich den Sieg

Spannendes Mächtigkeitsspringen beim Summer-Meeting in Hattert – Übergroße Hitze lässt Felder schrumpfen
Von unserer Mitarbeiterin Christiane Webendörfer
Das waren Wettkämpfe mit harten – oder besser „heißen“ –Bandagen bei diesem Summer-Meeting in Hattert unter erbarmungsloser Sonne. Mit der nötigen Einstellung, die Wasserflasche immer greifbar, sorgten die Reiter wie erwartet für guten Sport – wenn auch die Teilnehmerfelder im Lauf der fünf Turniertage schrumpften.

So auch beim ersten Höhepunkt am Samstag, dem Mächtigkeitsspringen, das lediglich sieben Paare angehen mochten, das heißt acht, denn Darline Eisenmenger aus Niederzeuzheim, eine von zwei couragierten Amazonen, brachte gleich zwei Pferde auf Kurs. Sie startete als erste perfekt mit Quantofino, dem diese Herausforderung nicht fremd ist, wie er dieses Jahr schon mehrmals bewiesen hat. Drei Sprünge, zwei Steil- und ein Hoch-Weit-Sprung, die sogenannte Triplebarre, sollen die Pferde bei dieser Spezialprüfung auf den Geschmack bringen, auch die alles entscheidende Mauer am Schluss vertrauensvoll zu überwinden, die im ersten Durchgang 165 Zentimeter hoch war. Alle Paare schafften das mit links – bis auf den eigentlichen SB-Experten Frank Nillius aus dem Rheinland, dessen Grand Grosso schon an der Triplebarre deutlich zögerte und zu erkennen gab, dass dies nicht sein Tag sein sollte und er an der Mauer vollends passte.

Quintett erreicht zweites Stechen
Fünf Paare überstanden sauber das erste Stechen bei einer Mauerhöhe von 185 Zentimetern. Zwei weitere Spezialisten und Sieger vom Wochenende davor in Montabaur- Horressen verloren ebenfalls den Kampf mit der Mauer: Topfavorit Kai Wörtge mit Will be Especiale (Ruppertsmühle) zerlegte das Bollwerk mittendurch, und Airline von Johannes Eiden aus Neukirchen parkte erst einmal davor, um beim Korrekturanlauf mit perfekter Bascule zu beweisen, dass er es eigentlich gleich gekonnt hätte. Im zweiten Stechen bei 195 Zentimetern erwischte es die mutige Darline Eisenmenger gleich doppelt: Qantofino nahm ein Mauerklötzchen mit auf die andere Seite für Platz drei, sowie auch ihre charmante kleine Schimmelstute mit dem großen Herzen, Aranita, die nur ganz sanft touchierte für Platz fünf.

Blieben zwei Matadore für ein erneutes Stechen: Marina Röhrig aus Mülheim-Kärlich mit ihrer Neuerwerbung, dem 16-jährigen Kämpen Gagenio, der im vergangenen Jahr in Hattert noch mit Christian Slawinski zu den Siegern zählte, und Alexander Kisselbach aus Hessen mit Nombrado. Nach kurzer Beratung baten beide das Richtergremium, sich den Sieg teilen zu dürfen aus Rücksicht auf die Pferde. Je 515 Euro Preisgeld wanderten in ihre Portemonnaies, und der Beifall des Publikums war reine Zustimmung.

Quando Quando lässt viel erhoffen
Wie bereits berichtet, nahm der Sieger Christoph Brüse den Preis im Hauptereignis, dem Abschlussspringen der Klasse S** mit Siegerrunde, mit ins Rheinland. Sein Partner Quando Quando, ein zwölfjähriger Hannoveraner von Quidam's Rubin-Grannus, der erst seit zwei Wochen in seinem Stall ist, gibt ihm Anlass zu den schönsten Zukunftshoffnungen, „ganz oben“ mitmischen zu können: Das Pferd war bereits in den Kategorien Vier- und Fünf-Sterne-Springen erfolgreich unterwegs. Sein Mitbesitzer ist der Belgier Jos Lansink, einer der besten Reiter der Welt, der für Rio de Janeiro auf seine achte Olympia- Teilnahme verzichten musste wegen einer Krebs- Operation.

Die Zweitplatzierte, Leonie Schwender, eine geniale Reiterin, hatte sich bereits mit Sieg und vorderen Plätzen zeigen können und noch morgens überlegt, ob sie die Fahrt von Meckenheim nach Hattert noch mal angehen sollte. Mit Laquita, einer neunjährigen Rheinländerin, einer Traumstute von Laccos- Donnerschlag, legte sie einen tollen Auftakt hin. Das Pferd spielte mit den Hindernissen in (Achtung: Kalauer) ver(schwender) ischer Manier im Umlauf und leistete sich in einer blitzschnellen Siegerrunde nur einen flüchtigen Fehler. Esmeralda, ihr Zweitpferd, Siegerpferd im Zwei-Sterne-S jüngst in Koblenz, war nicht aufgelegt im plötzlich aufziehenden warmen Regen – so wie die überwiegende Anzahl der lediglich 20 teilnehmenden Pferde. Ein Novum in Hattert, wo leicht die doppelte Anzahl eingefordert wird. Die Dramaturgie dieser Prüfung lässt sich daran messen, dass Cedric Wolf und Ambitious mit acht Fehlerpunkten in der Siegerrunde noch Rang drei verbuchen konnte.

„First choice“ in Rio erste Wahl
Mit drei Siegen und auf vorderen Plätzen brachte der Junior hauptsächlich junge Pferde an den Start. Verena Wolf-Richter, seine Schwester, konnte eine Abteilung im Zweisterne-M mit der erst siebenjährigen Da Fina gewinnen und ritt im ersten S-Springen auf Platz zwei mit Cataluna.

Die feine Stilistin im Sattel, die alle ihre Pferde selbst ausbildet, erfuhr dafür gerade eine ganz spezielle Genugtuung: „First choice“, den sie von drei Jahren an bis zur deutschen Meisterschaft gefördert hatte, sprang in bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ins Rampenlicht mit dem Kanadier Jan Candele und wurde Vierter mit der Mannschaft. Er wurde vor drei Jahren nach Amerika verkauft, wo ihn die kanadische Föderation entdeckte.

„Sport ist Mord“ soll einst Winston Churchill geäußert haben. Ein 74-jähriger Reitersmann des gastgebenden Rotbachthaler Reitclubs widerlegt diese These: Werner Jösel gewann ein Springen der Klasse L mit der 15-jährigen Oldenburgerin Zatina – beide bei bester Gesundheit.



Rhein Zeitung | NR. 201 . MONTAG, 29. AUGUST 2016

Christoph Brüse gewinnt den „Großen Preis“ in Hattert

Christoph Brüse und Quando Quando (Foto) haben das Finale beim Summer-Meeting in Hattert für sich entschieden vor Leonie Schwender mit Laquita und dem Landesmeister der Junioren, Cedric Wolf mit Ambitious. Alle drei reiten für den Meckenheimer RC. Der überglückliche Sieger legte als einziger zwei Nullrunden hin in 46,16 Sekunden in der Siegerrunde mit seinem zwölfjährigen Wallach, den er gerade mal seit zwei Wochen unter dem Sattel hat.

Leonie Schwender und Laquita hatten einen fabelhaften Einstieg als erstes Starterpaar mit einer mühelosen Nullrunde und wurden schon als Siegerpaar gehandelt, nachdem das gesamte folgende Starterfeld mindestens einen Abwurf auf dem Konto hatte. In der Endrunde war Laquita pfeilschnell unterwegs – als ein flüchtiger Abwurf vier Fehler in 41,61 Sekunden bedeutete.

Cedric Wolf und Ambitious hatten sowohl im Umlauf als auch in der Siegerrunde je einen Abwurf und bilanzierten mit acht Fehlern bei 46,75 Sekunden. Dieses Finale wird als Kuriosum in die Hatterter Turnierchronik eingehen, nur 20 Reiter wollten beim Endspurt mitmischen – das war mit Sicherheit den fast unerträglichen Temperaturen geschuldet, die allen Sportlern, ihren Pferden und dem gesamten Organisationsteam ganz schön zu schaffen gemacht hatten an den fünf Turniertagen (ein ausführlicher Bericht folgt). cw


 

Rhein Zeitung | NR. 200 . SAMSTAG, 27. AUGUST 2016

Hohes Niveau in allen Springpferdeprüfungen

Leonie Schwender und Darline Eisenmenger trumpfen in Hattert auf
Von unserer Mitarbeiterin Christiane Webendörfer
Veranstalter und Reiter/innen – alle hatten sich schönes Wetter gewünscht zum beliebten Springfestival in Hattert. Nun wurde es beinahe ein bisschen zu schön: Flirrende Hitze ohne einen Hauch von Westerwälder Wind bei Knallsonne – der Sport im Backofen zeitigte bereits am zweiten Turniertag mancherlei Wirkung: Im Zweisterne-Springen der Klasse M, einem Zeitspringen, in dem die Fehler in Zeit umgerechnet werden, wurde relativ viel „abgeholzt“. Besonders der auffällige Sparkassen-Oxer mit seinen roten Kugeln oben auf den vier Fängen verwandelte sich schon durch leichtes Touchieren der oberen Stangen in eine „Baustelle“, wie die Reiter das nennen. Einige Pferde galoppierten schon schweißnass in die Bahn, und es ließ sich verfolgen, wie die Flugkurve flacher wurde auf dem Weg vom Start zum Ziel. Trotzdem gelangten zehn konditionsstarke Paare unter den 33 Startern ins Geld.

Darline Eisenmenger und Coralie gewannen diese Prüfung nach einer tollen Runde. Die erst siebenjährige Stute ging vertrauensvoll über den Parcours an feiner Hand ihrer Reiterin bei 65,67 Sekunden gebrauchter Zeit. Darline setzte gleich noch eins drauf und reklamierte auch den zweiten Rang mit dem 13- jährigen Hessenwallach Charity in 66,32 Sekunden für sich. Beide Pferde entstammen der erfolgreichen familieneigenen Zucht in Niederzeuzheim. Da alle drei Eisenmenger-Mädchen sehr talentiert reiten, müssen wohl auch die menschlichen Gene die gewünschte Marschrichtung vorgegeben haben.

Drittes Paar im Geld war Leonie Schwender mit Carcasone in der Zeit von 66,50 Sekunden. Das mag ein gutes Omen sein für den vorgenommenen Start beim Zwei-Sterne-Springen mit Siegerrunde, dem Höhepunkt am Finalsonntag. Leonie, auch Stammgast in Hattert, hat diesen 13-jährigen Fuchshengst auch selbst ausgebildet wie alle Pferde, die sie seit Kinderjahren meist unter der Regie von Manfred Nettekoven in Meckenheim mit Erfolg reitet. Das sind fünf bis sechs pro Tag neben ihrem BWLStudium, das sie im Frühjahr beenden wird.

Am Eröffnungstag fuhr die 22- Jährige bereits einen großartigen Erfolg ein. Sie gewann die Springpferdeprüfung der Klasse M mit dem ebenfalls selbst ausgebildeten sechsjährigen Rapphengst Caldas, der für seine exzellente Manier die Traumnote 8,4 erhielt und sich damit für das Bundeschampionat qualifizierte – passenderweise im Westerwald, wo sein Züchter Alex Herbel ansässig ist.

Die Reiterin schwärmt vom bildschönen Zukunftskracher: seiner Leistungsbereitschaft, seinem Vermögen und seiner anhänglichen Menschenbezogenheit. Springpferdeprüfungen hat er in Serie gewonnen in allen Kategorien A/L/M, sowie auch bereits ein „normales“ Zwei-Sterne-Springen der Klasse M.

Zwei weitere traditionelle Hachenburger Gäste präsentierten ihre potenten sechsjährigen Youngster ebenfalls mit Achter-Noten in dieser Prüfung: An zweiter Stelle Check Out 7, ein brauner Hengst von Check In – Grannus, Note, 8,2, vorgestellt von Oliver Lemmer (Hausdorp) und dritter Rang für Baloubina 5 von Balou du Rouet – Caretino, geritten von Marina Röhrig (Mühlheim-Kärlich), Note 8,0.

Die Richter zeigten sich sehr erfreut über das allgemein hohe Niveau in allen drei Springpferdeprüfungen in den Klassen A/L/M. Am Sonntag ist großes Finale in Hattert mit einem L- und zwei MSpringen, Showtime mit den Islandpferdefreunden „Wäller Wind“ und danach geht es von 16 Uhr an ins spannende Finale, einem Zwei-Sterne-Springen der Klasse S mit Siegerrunde.


 

Rhein Zeitung | NR. 196 . DIENSTAG, 23. AUGUST 2016

Wo Männer kaum etwas zu melden haben

Sommerfestival der Springreiter in Hattert von Mittwoch bis Sonntag – Sportliche Höhepunkte und Showprogramm
Von unserer Mitarbeiterin Christiane Webendörfer Hattert.
Das Sommerfestival im Rothbachtaler Reitclub vom morgigen Mittwoch bis Sonntag ist alljährlich offenbar ein „Pflichtturnier“ für eine Schwemme von Reitern und Reiterinnen aus Rheinland- Pfalz, Hessen, dem Rheinland, Saarland und Sauerland.

Ein kompaktes, anspruchsvolles Sportprogramm bietet Aktiven und Zuschauern reichlich Abwechslung in 22 Prüfungen an fünf Turniertagen. Im Haupt-Angebot sind drei Springprüfungen der Klasse S – mit diesen Höhepunkten: Für das Mächtigkeitsspringen – unter großem Zuspruch neu aufgelegt im vergangenen Jahr – stehen die Matadore wieder in den Startlöchern mit ihren vierbeinigen Experten für Höhenflüge. Krönender Turnier- Abschluss ist traditionell das Zwei- Sterne-Finale im „Großen Preis mit Siegerrunde“ am Finalsonntag.

Hattert ist ganz offensichtlich ein Amazonen-Eldorado. Von 23 Prüfungen waren im vergangenen Jahr 20 angesichts der Siege fest in weiblicher Hand. Und selbst der jüngste Nachwuchs – dieses Mal nicht im Programm – glänzte wie die Vorlage mit zehn Siegerinnen in elf Wettbewerben.

Jetzt gibt es eine neue Chance für eine Männer-Quote: Elke Bermadinger, die Vorjahres-Siegerin im Hauptspringen, wird ihren Titel nicht verteidigen, sie lebt mittlerweise in Süddeutschland.

Traditionell ist der Eröffnungs- Mittwoch dem vierbeinigen Parcours- Nachwuchs gewidmet. Viele Nennungen in allen Kategorien der Springpferdeprüfungen von Klasse A bis M versprechen einen interessanten Turnier-Einstieg.

Für Samstagabend, nach dem SB-Springen, ist ein Showprogramm geplant vor der Sommernachtsparty mit Livemusik und Cocktailbar.

Und am Finalsonntag servieren die Islandpferdefreunde „Wäller Wind e.V“ dem Publikum einen ganz besonderen Leckerbissen mit ihrer Quadrillen-Show, die sie unlängst bei der Eröffnungsfeier für das Weltfest des Pferdesports, beim Aachener CHIO, im Juli uraufgeführt haben.

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